Berufliche Bildung auf Europas Bühne – Young Women in T.I.M.E. in Brüssel

Die BBS OHZ präsentieren ihre Ausstellung des europäischen Gleichstellungsprojekts Young Women in T.I.M.E. (Erasmus+) im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel

Nach langer Planung und intensiver Vorbereitung war es am Montag, den 16. März 2026 endlich so weit: Eine Delegation der BBS OHZ machte sich auf den Weg nach Brüssel, um dort im Rahmen der niedersächsischen Woche der beruflichen Bildung die Ausstellung der Graphic Novels aus dem Erasmus+-Projekt Young Women in T.I.M.E. zu eröffnen und das Projekt vorzustellen.

Marieke Lütjen (Azubi zur Tischlerin) von Fa. XYLO möbel aus holz und Asina Günes (Azubi zur KFZ-Mechatronikerin) von ac schmolke in Lilienthal machten sich gemeinsam mit Daniela Thies (Schulleiterin der BBS OHZ) aus Niedersachsen auf den Weg nach Brüssel. Von Frankreich aus stieß Annie Porret (Lehrerin an der Projekt-Partnerschule Lycée Émile Mathis in Schiltigheim) dazu. Gemeinsam durften sie als Repräsentantinnen des Projekts Young Women in T.I.M.E., ihrer Schulen und Betriebe und gleichzeitig als weibliche Vorbilder in von Männern dominierten Berufsbildern fungieren.

Schon am Vorabend der Veranstaltung durfte die angereiste Delegation gemeinsam mit dem Organisator Johannes Wilts (Referent für Bildung bei der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU) die gelungene Ausstellung bewundern. Hierzu wurden zwölf große Wabenplatten mit den Graphic Novels bedruckt und zu einer ansprechenden Ausstellung im Foyer der Landesvertretung drapiert. Als besondere Zugabe konnten alle Beteiligten vor Ort an einem hochrangig besetzten Panel zum Thema „Der Weg zu einem EU-weiten Mindestalter für Soziale Medien: Wie kann effektiver Schutz Minderjähriger im Internet gelingen?“ mit anschließendem Empfang teilnehmen.

Am nächsten Morgen galt es nun, die letzten technischen Abstimmungen zu treffen und eine ganze Reihe von vorbereitenden und repräsentativen Terminen wahrzunehmen. Hierbei standen vor allen die beiden jungen Frauen in Ausbildung im Fokus des Interesses: So nahm sich die Veranstalterin Europaministerin Melanie Walter Zeit, um die beiden jungen Auszubildenden zu einem Vorgespräch zu treffen und interviewte sie sogar persönlich.

Wenig später war es dann so weit und die feierliche Veranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung wurde von Europaministerin Melanie Walter eingeleitet. Auch Kultusministerin Julia Willie Hamburg kam mit einer Videobotschaft zu Wort. Beide Ministerinnen würdigten in ihren Ansprachen den Wert der Arbeit und die Ergebnisse des Projekts Young Women in T.I.M.E. der BBS OHZ mit Ihren Partnerschulen und unterstrichen die Bedeutung von gendersensibler beruflicher Orientierung. Schließlich stellte die Delegation aus Osterholz und aus Schiltigheim das Projekt dem versammelten Publikum vor und traf dabei auf eine große Resonanz.

Daraufhin leitete Moderatorin Olga Scheer vom Handelsblatt über zu einer hochrangig besetzten Paneldiskussion. Vom Panel, besetzt mit Agnes Mach (Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung), Ute Sandvos (Referatsleitung 45 des MK), Sabrina Repp (MdEP) und Manuela Geleng (Direktorin für Beschäftigung und Qualifikation bei der Europäischen Kommission), ging eine klare Botschaft aus zur strukturellen Stärkung von jungen Frauen und Männern in geschlechteruntypischen Berufen.

Von dieser gelungenen Veranstaltung bleibt eine wunderschöne Ausstellung der Graphic Novels in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel, ein starkes niedersächsisches und europäisches Signal zur Förderung der Gleichstellung und vor allem zwei junge Frauen in technischen Ausbildungsberufen, die einen ganz fantastischen Job gemacht haben.

Daniel Kunstmann

(Videoquellen: Niedersächsische Staatskanzlei)