Der Weg zu einem EU-weiten Mindestalter für Soziale Medien: Wie kann effektiver Schutz Minderjähriger im Internet gelingen?
Am Abend, des 16. März 2026 konnten Auszubildende und Lehrkräfte der BBS OHZ die besondere Chance nutzen, um an einer hochkarätig besetzten und inhaltlich sehr relevanten Paneldiskussion zu dem aktuell viel diskutieren Thema einer möglichen Beschränkung von Social-Media für bestimmte Altersgruppen teilzunehmen. Aufgrund einer Ausstellungseröffnung des Erasmus+-Projekts Young Women in T.I.M.E. am Folgetag befand sich die Delegation der BBS OHZ schon vor Ort in Brüssel und nahm die Einladung zur Teilnahme daher gerne an.
Die Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung Melanie Walter hatte im Rahmen der Woche für berufliche Bildung zur Paneldiskussion eingeladen. Durch die Besetzung des Panels mit Dr. Katarina Barley (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments), Martin Harris-Hess (Generaldirektion Connect der Europäischen Kommission), Laura Kaun (Center for Countering Digital Hate) und Dr. Frank Fischer (Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult) war eine multiperspektivische Betrachtung des herausfordernden Themas gewährleistet.
Neben interessanten Fragen nach der politischen, technischen und juristischen Umsetz- und Durchsetzbarkeit einer möglichen Restriktion von Social-Media-Inhalten wurde an mehreren Punkten auch klar Stellung bezogen. So brachte Dr. Katarina Barley robuste und unmissverständliche Kritik an der „politischen Bubble“ vor, dass sie noch immer bestimmte soziale Netzwerke für Kurznachrichten nutze. Ganz besonders wurde der Abend jedoch belebt durch die pointierten Beiträge von Dr. Fischer aus der medizinischen und psychotherapeutischen Theorie und Praxis. So forderte er beispielsweise eine Altersbeschränkung, „weil wir schlicht nicht vernünftig genug sind“. Oder er stellte sich vor, welches Signal für Kinder und Jugendliche von einer klaren Entscheidung hin zu einer wirksamen Altersbeschränkung (aus Verantwortung heraus) ausginge, „in der wir uns als Erwachsene alle einig wären“.
Durch die abschließende Runde mit Fragen aus dem Publikum und dem anschließenden Empfang hatten auch die geladenen Gäste noch die Möglichkeit, sich inhaltlich in die Diskussion einzubringen. Abschließend bleibt die Erkenntnis, dass konkretes politisches Handeln extrem wichtig und dringend notwendig ist.
Die komplette Paneldiskussion steht online zur Verfügung:
