An den Berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck wurde im März ein wichtiges gesellschaftliches Thema sichtbar gemacht: Mit einer Projektwoche und einer begleitenden Wanderausstellung rückte die Schule Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Fokus – sensibel, praxisnah und mit großem Engagement.
Im Mittelpunkt stand dabei ein interaktiver Escape Room, der Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Zugang zum Thema eröffnete. In kleinen Gruppen setzten sich die Teilnehmenden mit der Geschichte einer fiktiven Beziehung auseinander und erkannten dabei, wie schleichend sich problematische Dynamiken entwickeln können. Diese besondere Form des Lernens ermöglichte es, komplexe Inhalte emotional erfahrbar und gleichzeitig reflektierbar zu machen.
Ergänzt wurde das Projekt durch intensive Nachgespräche sowie durch die Einbindung regionaler Beratungsstellen. Fachkräfte aus der Praxis standen den Jugendlichen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und machten bestehende Hilfsangebote greifbar. So entstand ein geschützter Raum für Austausch, Fragen und persönliche Perspektiven.
Die große Resonanz zeigt: Der Bedarf an Aufklärung und Prävention ist hoch. Viele Schülerinnen berichteten, wie wertvoll es für sie war, sich in einem geschützten Rahmen mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig über Grenzen, Respekt und Unterstützungsmöglichkeiten zu sprechen.
Mit dieser Projektwoche leisten die BBS Osterholz-Scharmbeck einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Bewusstsein und Selbstvertrauen junger Menschen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie Schule über den Unterricht hinaus wirken kann – als Ort der Aufklärung, der Unterstützung und des gemeinsamen Hinschauens.





