Blutspendeaktion am Holocaust-Gedenktag: Ein Zeichen der Menschlichkeit

Am 27. Januar 2026, dem Holocaust-Gedenktag, fand an unserer Schule eine besondere Blutspendenaktion statt: Es war die 25. Blutspendenaktion, die von Lehrerin Carola Wellbrock-Voss an der BBS OHZ organisiert wurde und sie fand unmittelbar im Anschluss an die Aktion #WeRemember zum Holocaust-Gedenktag statt.

Fast schon wie selbstverständlich hatte auch in diesem Jahr wieder das DRK die gesamte Schulgemeinschaft zum Blutspenden eingeladen. Viele junge Leute fasten sich ein Herz und ließen sich zu einer Erstspende einladen. Ungeplant, aber besonders passend erschien dabei, dass Im Rahmen der Aktion #WeRemember die Schülerinnen und Schüler kurz vor der Blutspende ein bewegendes Video von Margot Friedländer, einer Überlebenden des Holocaust, sahen. In ihrem eindringlichen Appell erinnerte sie daran, dass „es kein jüdisches Blut, kein christliches Blut und kein muslimisches Blut gibt, sondern nur menschliches Blut.“ Diese Botschaft unterstrich die universelle Bedeutung der Menschlichkeit und die Notwendigkeit, über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg zusammenzukommen und ganz praktisch (z.B. durch eine Blutspende) füreinander als Menschen einzustehen.

Carola Wellbrock-Voss zeigte sich besonders erfreut darüber, dass die Blutspendeaktion bereits zum 25. Mal durchgeführt werden konnte. Sie bedankte sich herzlich für die hervorragende Aufklärung sowie die Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz, die es ermöglichten, die Aktion erfolgreich zu gestalten und viele Menschen zu mobilisieren.

Die Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Erfahrungen während der Aktion. Lea Tszarntke entschied sich, Blut zu spenden, weil die Aktion gut präsentiert wurde und sie die Möglichkeit (mitten im Schulalltag) sah, aktiv zu helfen. Carolin Traupe hatte als Erstspenderin anfangs etwas Angst vor der großen Nadel, doch nach der Spende war sie erleichtert und sagte: „Es war halb so schlimm.“

Auch Lehrer Marius Kuhlmann löste sein Versprechen an seine Schülerinnen und Schüler und spendete Blut. Joel Burmester brachte es auf den Punkt, als er sagte: „Mir schadet es nicht, aber es hilft anderen.“ Diese Worte spiegeln das Engagement und die Bereitschaft unserer Schulgemeinschaft wider, einen bedeutenden Beitrag zu leisten.

Insgesamt nahmen 66 Spenderinnen und Spender an der Aktion teil, darunter 52 Erstspenderinnen und Erstspender. Diese hohe Zahl zeugt von dem starken Willen der Schulgemeinschaft, Leben zu retten und Solidarität zu zeigen.

Die Blutspendeaktion war nicht nur eine Gelegenheit, aktiv zu helfen, sondern auch eine wichtige Erinnerung an die Werte von Menschlichkeit und Solidarität. An einem so bedeutenden Tag, der an die Schrecken des Holocaust erinnert, fand Margot Friedländers Botschaft über die Einheit des menschlichen Blutes in unserer Gemeinschaft Gehör und inspirierte viele, sich für andere einzusetzen.

Daniel Kunstmann