Zur diesjährigen Verleihung der Europässe begaben wir – 12 Schüler und Schülerinnen, Frau Thies, Herr Kunstmann, Christiane Bodammer und ich – uns vom 16. bis 18. November 2025 per Zug nach Brüssel.
Nach einer ungewollt aufregenden Anreise – ein Rucksack kam im Getümmel der Brüsseler Untergrundbahn abhanden -, bezogen wir unsere schnuckeligen Zimmer im „Le9 Hotel“. Bei einem Stadtrundgang erkundeten wir gemeinsam mit David Brüssel. Er erteilte uns sachkundige, unterhaltsame und persönliche Einblicke in die Geschichte und Kultur und zeigte uns auch weniger touristische Ecken der Stadt. Bei einem gemeinsamen Abendessen im „Chez Leon“ beschlossen wir den ersten Tag.
Mit unserem Besuch des Europäischen Parlaments am 17. November, wo der Besucherverantwortliche Herr Axel Heyer uns ebenso sachkundig wie unterhaltsam über die Organe der EU und ihre Zusammenarbeit informierte, stand der Montag unverkennbar im Zeichen Europas. Diese Tatsache wurde durch unseren Abstecher zum „Ausschuss der Regionen“ bekräftigt. Nachmittags erkundeten wir die voradventliche Stadt auf eigene Faust – vom Atomium über den Grand Place, den Triumphbogen, das Europaviertel und die zahlreichen Schokoladenmanufakturen bis hin zum Manneken Pis.
Am 18. November mussten wir uns mit dem Frühstück und dem Auschecken sputen, um zur Niedersächsischen Landesvertretung zu gelangen. Ungeachtet unserer verspäteten Ankunft wurde uns dort ein sehr herzlicher Empfang bereitet. In Dreiergruppen erhielten dann all diejenigen, welche ein zweiwöchiges berufliches Auslandspraktikum in Österreich oder Frankreich, einen mehrmonatigen Sprachkurse in Irland oder ein „Job-Shadowing“ in den Niederlanden verbracht hatten, einen Europass aus den Händen von David McAllister, dem ehemaligen Niedersächsischen Ministerpräsidenten, welcher bereits seit nunmehr 11 Jahren als EU-Abgeordneter in Brüssel arbeitet. Nach einer lockeren Plauderei über eine mögliche Ausstellung zum Projekt “ Young Women in T.I.M.E.“ in den Räumlichkeiten der Niedersächsischen Landesvertretung, die früheren und jetzigen Freizeitmöglichkeiten im Landkreis OHZ und die Zugverbindung zwischen OHZ und Brüssel, begaben wir uns zunächst zurück zum Hotel und dann zum Bahnhof, um die Heimreise anzutreten, allerdings nicht, ohne zuvor die Gewinner der „Pünktlichkeitswette“ mit einer typischen Waffelspezialität aus Belgien zu belohnen…
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum weitgehend reibungslosen Ablauf unserer spannenden und interessanten Reise beigetragen haben! Besonders hervorheben möchte ich dabei Herrn David McAllister, der durch seine Präsenz die Übergabe der Europässe zu einem einzigartigen Moment gemacht hat und die Lions Clubs aus dem Landkreis OHZ, die diese Reise so großzügig finanziell unterstützt haben.
Dr. Birte Sause












