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Viel Tumult in der Euro-WG

Theaterstück über die Europäische Union

Zimmer in WG zu vermieten. Doch welche Mitbewohner passen zu Paul? Die Pleitefrau Xenia aus Griechenland , die unterkühlte gut situierte Finnin Sirii und der Macho Antonio aus Italien erhalten den Zuschlag. Die Euro-WG kann ihre Fahrt aufnehmen. Schnell kristalisiert sich heraus, dass für eine WG die Mitbewohner charakterlich zusammenpassen sollten, dass die Zuverlässigkeit wichtig ist und das sie natürlich ihren Verpflichtungen (Mietanteil und Essensgeld pünktlich zahlen) nachkommen sollten. Hier zeigt sich die unterschiedliche Mentalität der WG-Mitglieder. Während Xenia und Antonio das dolche vita, so gut es ohne Geld geht, genießen, versuchen Paul und Sirii die WG am Laufen zu halten.

 

An dieser Stelle tritt Paul aus dem Theaterstück heraus und fragt den Europa-Experten Andreas Schmidt von „Europe direct Lüneburg“, wie denn diese Szene auf die EU übertragen werden kann. Den Zuschauern wird aufgezeigt, dass die heterogenen Voraussetzungen der einzelnen EU-Staaten im Verbund der Europäischen Union genau diese Probleme (Wirtschafts- und Finanzkrise) aufweisen. Kann man unterschiedliche Wirtschaftschaftskräfte und unterschiedliche Denkweisen sowie Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten in einer WG „zusammenzwingen“?

 

Mittlerweile spitzt sich die Misere in der Euro-WG zu. Die WG ist fast pleite und schließlich ist es die griechische Xenia, die mit einem Geldsegen vom Onkel die WG vorerst finanztechnisch am Leben erhält. Gelernt aus der Fastpleite besinnen sich die vier WG-Mitglieder. Im Gegensatz zur EU zeigen sie erste Lösungsansätze auf. Reine Geldinteressen sind Gift für eine gute Gemeinschaft. Statt sich darüber im Streit zu verlieren , finden die vier über die Solidarität zu einer Gemeinsamkeit, von der jeder proftieren kann.

 

Die vier Ensemblemitglieder überzeugen mit ihren Darstellungen und begeistern das Publikum. Philina Stern aus dem Beruflichen Gymnasium war beeindruckt, wie die Probleme der WG auf die Europäische Union gespiegelt werden konnten. „Ich fand es gut , dass wir uns das Stück angeschaut haben. Es war sehr lehrreich.“ urteilte sie zusammenfassend. Rutendo Mahleko, ebenfalls aus der Oberstufe, ist gespannt, wie es mit der EU weitergeht.

 

Na, dann hoffen wir mal, dass es nicht schon bald wieder heißt „Zimmer in der EU-WG zu vermieten“.

 

Jürgen Grimm

Mal wieder Stress in der Euro-WG

Antonio und die Frauen

Der EU-Experte Andreas Schmidt (r.) mit Paul

Rutendo Mahleko (l.) und Philina Stern waren begeistert

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