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Unser Besuch in Theresienstadt

Bitterer Nachgeschmack
Die Kleinstadt Therezin liegt etwa 70km von Prag entfernt und wurde nach der Mutter des Königs Joseph II, Maria- Theresia, benannt und diente ursprünglich als Schutz und Vorsichtsmaßnahme gegen die angeblich einfallenden Preußen. Sie wurde im Jahre 1780 erbaut.

 

Unter der Hitler-Diktatur wurde sie umgewandelt in ein Übergangslager für Menschen jüdischen Glaubens. Die meisten von ihnen wurden von dort in die Vernichtungslager im Osten, wie z.B. Auschwitz, transportiert und dort ermordet.

 

Unser Besuch in Theresienstadt begann in dem Museum der „Gedenkstätte Theresienstadt“, wo wir mit einem Film in das Thema eingeführt wurden. Mit flauem Gefühl im Magen besichtigten wir den Rest des Museums. Selbstgemachte Spielzeuge, Kleider, Radios konnte man sehen, sowie kurze Texte über das Leben in Theresienstadt lesen. Am meisten schockiert hatten uns wohl die Eindrücke und Bilder der Kinder, die dort übermittelt wurden. In der „Magdeburger Kaserne“ konnte man den Einblick in das Leben unter Gestapo-Gefangenschaft noch mehr vertiefen. Musik, Theater, Gedichte und Bilder beeindruckten uns sehr.

 

Danach ging es zur „Kleinen Festung“, dem Gestapo-Gefängnis für politische Gefangene. Dort besichtigten wir Gefängniszellen, kleiner als unser durchschnittliches Klassenzimmer, wo bis zu 100 Gefangene teilweise im Stehen schlafen bzw. überleben mussten. Auch von Folterkammern, Duschen und unterirdische Gänge konnten wir uns einen Eindruck verschaffen. Es fiel uns schwer, sich die Grausamkeiten, die dort verübt wurden, vorzustellen, und wir waren uns bewusst, dass so etwas nie wieder passieren darf.

 

So hinterließ der Besuch in der tschechischen Kleinstadt Therezin einen bitteren Nachgeschmack.

 

Fachoberschule Gestaltung, 12. Jahrgang

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