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Theresienstadt-verlogene Idylle

Eine Exkursion nach Terezín, ehemalige Garnisonsstadt, Konzentrationslager und Gestapogefängnis

Während der Kursfahrt nach Prag gehörte eine Exkursion in die Garnisonsstadt Theresienstadt zum Programm. Während der Nazi-Diktatur wurden hier die jüdischen MitbürgerInnen einquartiert und später weiter in den Osten transportiert. Dort fanden die Massenvernichtungen statt. Aber Tod war auch in Theresienstadt allgegenwärtig.

 

Zu viele Menschen in zu wenig Unterkünften, Mangelernährung, kaum medizinische Versorgung und knallharte Arbeit führten zu Schwäche, Krankheiten und Seuchen. Der scheinbaren Idylle der jüdischen Ghettos, die die Nazis der Welt anhand eines Filmes beweisen wollten, kam die Wirklichkeit in keiner Weise nah.

 

Umso beeindruckender waren die Beispiele von Hoffnung und Kreativität, die in den Ausstellungsräumen zu sehen waren: Kinderzeichnungen (versteckt und nach Ende des Krieges aufgefunden), einerseits der harten Realität, andererseits wunderbare Phantasiebilder, Theaterinszenierungen (oft heimlich) und andere Aktionen halfen den Kindern und Erwachsenen, den bitteren Alltag zu bewältigen.

 

Direkt neben dem Ghetto war das Gestapogefängnis. Dort gehörten Folter und Tod zum Alltag.

 

Man sieht es Theresienstadt von außen kaum an, welche Geschichte es hinter sich hat, aber es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

in Theresienstadt

zu Fuß mit Gepäck auf dem Weg ins Lager (Ausstellungsbild)

der Eingang zum Gestapo-Gefängnis

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