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Maler und Lackierer in Edinburgh

Looking at the world over the rim of one’s tea-cup
Fassaden in der eigenen Umgebung fallen selten auf. Man ist gewohnt an das Umfeld, betrachtet Architektur höchstens auf Ausflügen in fremde Städte.

 

Um das gewohnte Umfeld auch wirklich zu verlassen, begab sich die zweite Fachstufe der Maler und Lackierer am Freitag dem 24. April zum Flughafen Hamburg um von dort nach Schottland aufzubrechen.

 

Vor Ort stellte man fest, dass die Fassaden so bunt wie das berüchtigte schottische Wetter sind. Doch zum Glück beschränkt sich das Handwerk des Malers und Lackierers nicht allein auf möglichst farbenfrohe Gestaltungen. Passend zu Lernfeld 10 und ausgestattet mit selbst erstellten Stilepochenhandbüchern konnte architektonisch viel entdeckt und die dazu passenden dezenten Farbgebungen thematisiert werden. Vertieft wurden diese Eindrücke bei einer ersten Stadtführung, die, neben der Stadtgeschichte und dem grandiosen Ausblick über die Stadt von Carlton Hill aus, auch ein paar weniger touristisch frequentierte Orte und für Maler besonders interessante Vergoldungen in Innenbereichen zeigte.

 

Auch auf eigene Faust konnte die Stadt durchstreift und entdeckt werden, wobei viele Fotos von Gebäuden und Fassaden gemacht und später im Unterricht analysiert wurden.

 

Abgerundet wurde das Wochenende mit einer historischen Führung durch die Katakomben unter der South Bridge, reizend vorgetragene Anekdoten über öffentliche Folter und das pünktlich zum Zapfenstreich erfolgende Entleeren der Nachttöpfe aus den Fenstern des mitunter 14. Stockwerks.

 

Die vorhandenen Englischkenntnisse reichten vollkommen, um sich mit den durchweg freundlichen Anwohnern zu verständigen. So gelang es auch, die Infotafeln im National Museum zu verstehen und sich mit der Geschichte Schottlands Etage für Etage auseinander zu setzen. Einer der Höhepunkte des Museums war allerdings die Dachterrasse, die einen wunderbaren Ausblick über Edinburgh bot.

 

Die Unterkunft in einem rustikalen Hostel schweißte enger zusammen und durch die Gegebenheiten kam man dann auch in den Genuss eines echten britischen Frühstücks.

 

Durch widrige Umstände dauerte die Rückreise am Montag leider annähernd zwölf Stunden, so dass man erst am Abend erschöpft zurück am Bahnhof in Osterholz-Scharmbeck ankam. Dies aber durchaus in dem Bewusstsein, eine tolle und interessante Studienfahrt erlebt zu haben.

 

 

A. Lohan, S. Kalus

Carlton Hill

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