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Maler und Lackierer auf Studienfahrt in Dublin

Prüfungsvorbereitung „In Another Way“
Das Maler und Lackierer maßgeblich für das optische Erscheinungsbild unserer Gebäude verantwortlich sind, kann jeder sehen, der mit offenen Augen durch die Straßen geht. Doch wie sehen die Straßen außerhalb Deutschlands aus?

 

Dieser und anderen Fragen gingen die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr auf der ersten Studienfahrt des Bereichs Farbtechnik am Beispiel der irischen Hauptstadt Dublin auf den Grund. Und sie stellten fest, dass diese Stadt, neben vielem Anderen, mutig bunt ist.

 

Innerhalb des Lernfelds 10 werden im dritten Ausbildungsjahr Fassadengestaltungen und Baustilepochen thematisiert. Diese Themen waren daher auch Aufgabenstellungen der Stadtrundgänge der werdenden Malergesellinnen und -gesellen.

 

So erkundeten sie, nach Anreise per Flugzeug am Freitag, auf eigene Faust am Samstag des vorletzten Maiwochenendes mehrere Stunden lang die Millionenmetropole, bewaffnet mit Stilepochenhandbuch, fundiertem Wissen über Farbkontraste und Digitalkameras, und stellten fest, dass Gebäude der Neogotik im farbenfrohen Dublin durchaus auch türkis gestrichen werden, neben romanischen Türmen aus dem 12. Jahrhundert auch orangene Fassaden stimmig aussehen können, und die Vorbereitung auf die Gesellenprüfung ganz sicher auch Spaß machen kann.

 

Auf einer Stadtführung zur kulturellen und architektonischen Geschichte der Stadt, über Trinity College, Powerscourt House und das Viertel Temple Bar, wurden die Eindrücke durch historische Fakten, Legenden und Anekdoten bereichert, bevor bei einem abendlichen Guinness in einem der tausend bunten Pubs der Stadt das Ende des Tages eingeläutet wurde.

 

Der Sonntag begann mit einer beeindrucken Führung durch Dublin Castle, das auf den frühesten Besiedelungs- und Verteidigungsgrundsteinen der über 1000 Jahre alten Stadt steht. Die fünf Meter dicken Grundmauern der ersten Normannenfestung der Stadt, die nach dem gälischen Wort für „Schwarzer Teich“ benannt ist, wurden am Ende dieser Tour in den unteren Gewölben der Festung zum beeindruckenden Abschluss, nachdem üppig vergoldete Präsentations- und Gesellschaftsräume vergangener Epochen, der Präsidentensaal und die neugotische Königskapelle besichtigt wurden.

 

Den Nachmittag verbrachten die Klasse und ihre Lehrkräfte dann im Guinness Storehouse Museum, denn schließlich gehört Guinness zu Dublin wie Becks zu Bremen und ist seit Jahrhunderten Teil des irischen Lebens.

 

Der Abschluss der, nach Meinung aller Beteiligten, sehr gelungenen Studienfahrt, wurde dann beim gemeinsamen Kochen im Hostel und einem Feierabendguinness begangen, bevor man sich am Montagmorgen um 06:00 Uhr auf den Rückweg nach Bremen machen musste.

 

Sven Kalus

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