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„Heute werden Jugendliche anders ernst genommen“

Interview mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt.

Im Rahmen ihrer Projektarbeit zum Thema „Sozialräumliche Jugendarbeit“ im Landkreis Osterholz hatten vier Schülerinnen des beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales die Möglichkeit, den Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Osterholz-Verden Andreas Mattfeldt (CDU) zu interviewen.

Andreas Mattfeldt selber kam zur Politik, da er mit siebzehn Jahren für sich eine Möglichkeit suchte, das Freibad seines Heimatortes zu erhalten. Er ist seit 1987 Politiker der CDU und ihm war immer wichtig, dabei seine Unabhängigkeit auch im finanziellen Sinne zu bewahren. Als weitere Standbeine besitzt er eine Brauerei und eine Fleischerei. Für einen guten Politiker hält er es ebenfalls für sehr wichtig, authentisch zu sein, auch wenn dies manchmal schwer ist, z. B. wenn man Dinge anspricht, die von anderen nicht gerne gehört werden.

Politik ist für einen Sozialraum von besonderer Bedeutung, da diese die Lebenswelt und die Lebensumstände der Menschen maßgeblich beeinflusst. Bezogen auf das Thema der Projektarbeit wollten die Schülerinnen vor allem wissen, welche Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche es in Herrn Mattfeldts Wahlkreis bzw. in der Politik insgesamt gibt. Wie können Jugendliche ihre Lebenswelt mit beeinflussen? Hierzu gibt es aus Herrn Mattfeldts Sicht zahlreiche Möglichkeiten, gerade in einem Land wie Deutschland. So könnten Jugendliche sich zusammentun und sich an die Fraktionen des Gemeinderates oder an die Jugendorganisationen der Parteien wenden. Auch sind soziale Netzwerke eine Möglichkeit, um mit Politikern zu kommunizieren. Traditionelle Medien wie Zeitungen könnten Jugendliche auch nutzen, um für sich etwas zu erreichen, man hat Schülervertretungen an den Schulen etc. Insgesamt werden Jugendliche, so Mattfeldt, heute ganz anders ernst genommen als früher.

Möchte man als Jugendlicher in eine Partei eintreten, so hält Herr Mattfeldt gute Umgangsformen für wichtig, zudem sollte man selbstbewusst seine Meinung sagen können. Dazu müsse man dann auch nicht unbedingt Gymnasiast sein, er selber stamme auch aus einer Arbeiterfamilie. Am allerwichtigsten aber ist es, immer wieder aufzustehen, wenn man sich mal vertan hat. Also: „Engagiert euch Jugendliche!“

Petra Frank

Andreas Mattfeldt informierte Jana Habel, Adelina Scholze, Friederike Waldeck, Annalisa Pagliara (von links) über seine politische Laufbahn

Jana Habel (links) und Adelina Scholze führten das Interview

Friederike Waldeck (links) und Annalisa Pagliara notierten die Antworten von Andreas Mattfeldt

Stille Beobachter des Interviews waren Lehrerin Petra Frank (Mitte) und Abgeordenten-Büroleiter Harry Laube (rechts)

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