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Gymnasiasten zum Arbeitsbesuch im Elsass

Wieder einmal ist eine Gruppe von Schülern des 11. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums zu Besuch in Frankreich gewesen.

Durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks war es auch in diesem Jahr möglich, das Frankreich-Projekt anzubieten. So verbrachten sie 14 Tage im Elsass und lernten den beruflichen Alltag in Betrieben ihrer Wahl kennen.

Sie absolvierten ihr Praktikum in einem Restaurant, einem Gartencenter, einem Reformhaus oder in Kindergärten. Die Gruppe residierte in der Jugendherberge, die sich im herrschaftlichen Schloss in Saverne befindet. Von dort aus gingen sie wochentags zu Fuß zu den Praktikumsbetrieben.

Ein Ausflug führte sie mit dem Bus nach Bouxwiller. Dort besuchten die jungen Deutschen die Partnerschule und ihre französischen Korrespondenten, die sie im März in Osterholz-Scharmbeck kennen gelernt hatten. In ihrer Schule, „Lycée Professionnel Schattenmann“, wurden sie herzlich empfangen. Nach einem von den französischen Schülerinnen zubereitetem Mittagessen unternahmen sie zusammen eine Wanderung zum Bastberg. Diese Wanderung war für die Jugendlichen und ihren Lehrkräften geradezu eine Herausforderung: Ende Juni gab es dort tropische Temperaturen bis zu 38 Grad. Es wurden immer wieder kleine Verschnaufpausen eingelegt, bevor auch diese Mission erfolgreich beendet wurde.

Am Wochenende stand ein Ausflug nach Straßburg auf dem Programm. Dort sahen sie die europäischen Institutionen, das Münster und das malerische Viertel „Petite France“ mit den vielen Blumen und Fachwerkhäusern. Zur Stärkung gab es für alle einen Flammkuchen. Einstimmig bestätigten die jungen Norddeutschen, dass er im Elsass viel besser schmecke als in ihrer Heimat.

Ein weiterer Ausflug führte die Gruppe nach Colmar. Auf der Bahnfahrt dorthin konnten sie zahlreiche Störche auf den Wiesen beobachten. Der Storch gilt als Wappentier des Elsass und auch dort bringt er für die kleinen Kinder den Nachwuchs ins Haus. An diesen und vielen anderen Merkmalen kann man die deutsch-französische Geschichte im Elsass erkennen. Viele – vor allem ältere Menschen – sprechen noch Deutsch, was den Schülern manchmal die Verständigung erleichterte – vor allem für diejenigen, die erst seit kurzem Französisch lernen.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien versammelten sie sich mit ihren Lehrkräften und dem Schulleiter, Herrn Windmann, um über ihre Fahrt zu berichten und um im Anschluss den Europass (Zertifikat über eine Auslandsmobilität) zu erhalten. Sie hatten eine kleine Präsentation mit vielen schönen Fotos vorbereitet und erzählten von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Sie berichteten über die Unterschiede in den Kindergärten und waren sehr überrascht, wie streng es in französischen Kitas zugeht. Wiebke H. erzählte von der Arbeit als Kellnerin: „Meine Chefin und ihr Mann waren so unglaublich nett. Ganz im Ernst, ich würde sofort wieder hinfahren. Das war so toll und wir haben viel gelernt.“

Ute Nörenberg, Französischlehrkraft

Zu Besuch in unserer Partnerschule „Lycée Professionnel Schattenmann“ in Bouxwiller

Colmar: Stadtbesichtigung

Wiebke H. und Jeremy N.
im Restaurant de la Marne

Europassübergabe in OHZ

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