Suche 

Sehr emotional – Ich habe oft schreckliche Träume!

Es war mucksmäuschenstill im Forum der BBS, obwohl sich über 200 Schülerinnen und Schüler versammelt hatten, um eine szenische Lesung über die Zwangsarbeit in der Muna Lübberstedt zu verfolgen.

 

Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule Soziales der BBS in Osterholz-Scharmbeck hatten im Rahmen eines Unesco-Projektes sich des Themas angenommen und daraus eine szenische Lesung entwickelt. Sie fand am Freitag, dem 26. Januar im Forum der BBS statt, anlässlich des Gedenktages für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors am Samstag.

 

Auf Grundlage von Zeugenaussagen ehemaliger Häftlinge wurden die albtraumhaften Zustände in diesem Lager, die alltägliche Prügel, das brutale Appellstehen, die harte Arbeit und die Willkür der Aufseher beschrieben. Eindrucksvoll wurden die Zitate in Szene gesetzt. So wurde mit Hilfe von Maskenfiguren deutlich gemacht, dass die Häftlinge einerseits den individuellen Grausamkeiten mancher Aufseher ausgesetzt waren, dass aber andererseits dieser Schrecken ein System hatte, dem nicht zu entkommen war. Doch dabei beließen es die Schülerinnen und Schüler nicht. Sie machten auch deutlich, dass diese Menschen vor ihrer gewaltsamen Deportation ein Leben hatten, das die Nationalsozialisten zerstörten.

 

Unter der Regie von Ute von Harten und Andrea Wintjen hatten die 15 Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts sich in wenigen Wochen intensiv mit den Zeugenaussagen und der Inszenierung auseinandergesetzt.

 

Das Ergebnis war großartig und emotional.

 

Ute von Harten, Andrea Wintjen und Jürgen Grimm

Erinnungen an die grausamen Aufseher, die sich hinter der Maske symbolisch versteckten.

Fliegerlarm und die Angst vor dem Sterben

Reichlich Applaus gab es vom Publikum für die Schauspieler

Ute von Harten (links) und Andrea Wintjen führten die Regie zur Lesung

zurück