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Globale Krisen kennen keine Grenzen

„#DieUNundWir“ ist der Titel der Wanderausstellung des Vereins der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen e.V. (DGVN). Für eine Woche haben Schülerinnen und Schüler der BBS die Gelegenheit sich gezielt über einige Aspekte der Arbeit der Vereinten Nationen informieren. Am Montag wurde die Ausstellung feierlich in Anwesenheit des Landrates Bernd Lütjen und dem stellvertretenden Vorsitzenden der DGNV Dr. Ekkehard Griep eröffnet.

In seiner Begrüßung bezog Schulleiter Wilhelm Windmann die Schülerinnen und Schüler direkt mit ein: „Was ist los auf dieser Welt? Wir haben Kriege in fernen Ländern. Sie zeigen ihre Auswirkungen auch in Osterholz-Scharmbeck und bei uns an den BBS. Wir beschulen Flüchtlinge auch aus Kriegsgebieten und haben in einem gemeinsamen Projekt „Unsere Neuen“ vorgestellt. Das Klima macht uns zu schaffen. Der heiße Sommer hat gezeigt was der Klimawandel bewirkt. In der jährlich stattfindenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsmesse setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Umweltproblematiken auseinander und zeigen Lösungsansätze auf. Diese Beispiele zeigen, dass die globalen Probleme keine Grenzen kennen und sie hier vor Ort präsent sind.“

Die Ausstellung mit den Schwerpunkten Klimaschutz, Menschenrechte, Frieden zeigt auf, wie die Vereinten Nationen(UN) die globalen Probleme angehen.

Landrat Bernd bezog sich in seinem Grußwort auf die Landkreisaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf die Energiewende 2030. Aufgrund des Klimawandels ist das Ziel, dass der Landkreis Osterholz seinen Energiebedarf spätestens ab 2030 nur noch aus regenerativen Quellen bezieht. Auch er zeigte mit dem Beispiel die Verbindung zu den UN-Zielen auf und begrüßte, dass die jungen Leute sich durch den Besuch der Ausstellung aktiv mit der Rolle der Vereinten Nationen auseinandersetzen.

Als Gastredner stellte Dr. Ekkehard Griep dann die Inhalte der Wanderausstellung in den Mittelpunkt und informierte über die Strukturen der Vereinten Nationen. Aus anfangs 51 Gründerstaaten 1945 wurden mittlerweile 193 Mitgliedsstaaten, die die Generalversammlung der UN bilden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereinten Nation seien in vielen Ländern der Erde vor Ort, um Menschen zu helfen. Sei es durch Einforderung der Menschenrechte oder durch humanitäre Maßnahmen, wie gesundheitliche Unterstützung. Zur Friedenssicherung zwischen der Kolumbanischen Regierung und den Farc-Rebellen wurden auch deutsche THW Helfer in einer UN-Mission in Kolumbien eingesetzt. Sie nahmen Waffen der Rebellen entgegen und vernichteten sie.

Der Klimawandel, so Dr. Griep, mache unserem Planeten extrem zu schaffen: Steigende Temperaturen führen zum Ansteigen des Meeresspiegels, zu Wetterextremen und gefährden die Lebensbedingungen von Mensch, Pflanzen- und Tierwelt. 2015 wurde auf der UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen, dass weltweit die Zunahme der Durchschnitttemperatur auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Um diese Belastungen der Umwelt zu reduzieren finden Verhandlungen und Konferenzen statt. Nicht alle sind erfolgreich, es kommt nur sehr schwer zu einer Einigung der 193 Mitgliedsstaaten.

Mit der Wanderausstellung trägt die Deutsche Gesellschaft der Vereinten Nationen e. V. dazu bei, dass die Menschen informiert und sensibilisiert werden.

Dr. Griep freute sich, dass die BBS, als Uncesco-Projekt-Schule, die Ausstellung zeigen und sie mit den Schülerinnen und Schülern thematisch aufarbeiten.

Jürgen Grimm

Schulleiter Wilhelm Windmann, Dr. Ekkehard Griep (DGVN) und Landrat Bernd Lütjen (von rechts) bei der Eröffnung der UN-Ausstellung in den BBS.

Dr. Griep (DGVN) hielt die Eröffnungsrede vor Schülerinnen und Schülern der BBS.

„#DieUNundWir“ - interaktiv und informativ. Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interessen.

Viel los bei der Ausstellung im Forum

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