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Erinnerungskultur – ganz konkret

Schüler*innen des 13. Jahrgangs präsentieren Entwürfe für ein Denkmal

Auf dem Gelände der MUNA (Lufthauptmunitionsanstalt) in Lübberstedt arbeiteten in der Zeit des Nationalsozialismus und vor allem während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter aus dem Osten, Kriegsgefangene und etwa 500 jüdische Ungarinnen, die in einem KZ-Außenlager in Bilohe untergebracht waren. Sie mussten dort Bomben und Granaten mit Sprengstoff füllen für Deutschlands Krieg gegen ihre Heimatländer.

 

Die Nachfahrin einer der dort eingesetzten Zwangsarbeiterinnen hat dem Arbeitskreis, der sich mit der Geschichte der MUNA befasst, Geld für die Ausgestaltung eines Erinnerungsortes zur Verfügung gestellt.

 

Im Geschichtskurs des 13. Jahrgangs von Herrn Schröder, der sich mit dem Thema „Erinnerungskultur“ befasste, wurden hierzu Entwürfe erarbeitet.

 

Bei der Präsentation am 8. März vor Mitgliedern des Arbeitskreises wurde deutlich, dass die Schüler*innen sich sehr eingehend mit der Geschichte des Lagers und den Berichten von Zeitzeug*innen befasst hatten und vor allem sehr beeindruckt waren von der Führung, die ihnen Herr Kramer vorab gegeben hatte.

 

Die Entwürfe der Denkmale und die Erläuterungen dazu beeindruckten die Gäste Erdwig Kramer, Ilsabe und Ulrich Tienken und Frau Dr. Pohlkamp sehr. Der Tendenz nach der Veranstaltung ging dahin, dass es auf dem sehr großen Gelände der MUNA, das demnächst wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, durchaus mehrere Erinnerungsorte geben könnte. Vielleicht werden die Schüler*innen irgendwann ihre Vorstellungen in die Wirklichkeit umgesetzt sehen.

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