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Das Muna-Denkmal ist eingeweiht – Wie es zum Projekt „Muna-Denkmal“ kam

Im Sommer 2016 besuchte der Geschichtskurs des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osterholz-Scharmbeck von Herrn Schröder die Muna Lübberstedt. Dort informierte Erdwig Kramer auf beeindruckende Art und Weise die Schülerinnen und Schüler über die Geschichte der Muna.

Innerhalb des Geschichtsunterrichts des Abi Jahrgangs 2017 und mit großer Unterstützung des UNESCO Teams der BBSOHZ unter Leitung von Frau von Harten, entwickelten Schülerinnen und Schüler beeindruckende Modelle möglicher Gedenkorte in oder an der Muna. Diese Ideen wurden vor einem ausgewählten Fachpublikum präsentiert und im Anschluss diskutiert. Erdwig Kramer, der bei der Präsentation dabei war sprach am Ende die Worte: „….seit dem ich euch Schülerinnen und Schüler kennengelernt habe, ist mir um die Zukunft der Muna nicht bange.“ – wie recht sollte er doch haben.

Der Geschichtskurs des Abi Jahrgangs 2018 erarbeitete auf den Erkenntnisses ihrer Vorgänger präzise Modelle, die unter realen Bedingungen auch umzusetzen waren, in einem Wettbewerb. Diesen Wettbewerb gewannen dann abschließend die Gruppe von Niklas Blendermann, Marie Schindler, Emma Thal und Anna Lena Wülpern mit ihrem Modell. Auch der Arbeitskreis Muna konnte sich schnell dafür begeistern.
Aber das Jahr 2018 hielt für die BBS OHZ noch zwei andere Erlebnisse bereit, die im direkten Kontext zur Muna Lübberstedt stehen. Aus den Gesprächsprotokollen, die Erdwig Kramer den Schülerinnen und Schülern zur Denkmalsplanung zur Verfügung stellte, entwickelten Frau Wintjen gemeinsam mit Frau von Harten ein beeindruckendes und hoch gelobtes Theaterstück, dass zu mehrmaliger Aufführung kam (siehe bbs aktuell vom 28.01.2018).

Als dann Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs im Mai 2018 auf Frau Hornik und Frau Lorbeer im Gemeindehaus in Axstedt trafen, kam es zu unvergesslichen Begegnungen von Generationen und das sonst so meist trockene Fach Geschichte bekam eine reale und emotionale Bedeutung.

Nach umfänglichen Erarbeitungen und Einreichungen von Planungsunterlagen begann der Fachpraxislehrer Herr Schreiber aus Albstedt mit seiner Produktionsklasse Metallverarbeitung mit der Arbeit an dem Lageplan der Muna. Gemeinsam mit Herrn Busch (ebenfalls Fachpraxixlehrer an den BBS) hat er aus der Kaserne in Garlstedt, die von dem Bundesförster Herrn Diener organisierten Bahnschienen, mit großer Anstrengung getrennt und transportiert, die heute als Träger des Denkmals dienen – Bahnschienen, aus der Zeit, die Zwangsarbeiter und Munition für den Krieg transportiert haben….

In seiner Werkstatt in den BBS hat Herr Schreiber ein Jahr lang diese Platte detailgerecht mit seinen Schülern gestaltet und dabei sich weit über das Maß der Lehrertätigkeit hinaus engagiert.
Während des Sommers 2019 wurde die Platte zum Eloxieren zur Firma NW Oberflächenschutz GmbH gefahren und der Geschäftsführer Herr Rühlke zeigte sich so beeindruckt von der Idee, dass er die Kosten übernahm.

Ab dem Schuljahr 2019 begannen die Arbeiten Vorort, Herr Jacob, Fachpraxislehrer der Berufsfachschule Bautechnik verlagert den Ausbildungsschwerpunkt „Erschließen und Gründen eines Bauwerks“ auf die Baustelle nach Lübberstedt. Über Tage messen, fluchten und wiegen 14 Schülerinnen und Schüler die Fläche aus, bevor sich die Erd- und Pflasterarbeiten anschließen.

Herr Jacob und Herr Schreiber haben in der letzten Woche gemeinsam mit ihren Klassen der Produktionsschule „Bänke“ und „Metallverarbeitung“ das Denkmal in Beton gegründet, bevor sie in dieser Woche noch dem Denkmal den letzten Schliff mit ihren Produktionsklassen verpassten.

Dieses Denkmal ist auch für uns als Schule ein Ort, mit dem wir wieder deutlich machen konnten, wie wir gemeinsam Hand in Hand zusammen mit unseren Schülerinnen und Schülern arbeiten können. Ich glaube, wir sollten einfach so weiter machen und freue mich auf eine weitere schöne Schulzeit an unserer BBS.

Christoph Schröder

Bildfolge: Die Idee und der Aufbau des Denkmals:

Christoph Schröder (l.) und Volker Schreiber waren maßgeblich am Denkmalprojekt beteiligt. Stolz waren sie bei der Einweihung dabei.

Die Denkmalplatte steht auf Bahnschienen aus dem Jahr 1938

Draufsicht auf das Denkmal



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