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Knigge Projekt

Reflexionsbericht

 

Wir besuchen die Klasse WKA 09 und absolvieren an der BBS OHZ (Berufsbildende Schulen Osterholz- Scharmbeck) die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Die Aufgabe der gesamten Klasse war es, sich in Kleingruppen selbstständig zusammenzufinden und sich in ihnen gemeinsam auf ein Thema und dessen zu visualisierenden Inhaltes festzulegen.

Unsere Teilgruppe besteht aus Robin Böttjer, Andre Brahms, Andreas Lühr und Alexander Seibel. Wir haben uns gruppenintern für die Verfilmung einiger Knigge Sequenzen entschieden.

 

Der Film kann im niedrig auflösendem Format (Bitte mit Vlc-Player öffnen und auf ein Viertel der Bildschirmgröße verkleinern!) hier heruntergeladen werden.

 

Wir haben dieses Thema bewusst ausgewählt, zu welchen Gründen wir jedoch im Laufe des Berichts hinführen werden.

Unsere Aufgabenstellung war es nun, im Nachhinein eine Reflexion des Projeksverlaufes zu verschriftlichen. Da die Feedback-Regeln besagen, es sollten zu Beginn die positiven Aspekte und erst anhänglich die negativen Punkte aufgezählt werden und uns diese Regeln zusprachen, haben wir uns dazu entschieden, uns an diesen Leitfaden zu halten:

Aus mehreren ausgiebigen Gruppen-Feedbackgesprächen nach jedem Tag, an dem wir die verschiedenen Sequenzen abgedreht hatten, ging einstimmig hervor, dass wir retrospektiv sehr zufrieden mit unserer Gruppenarbeit, sowie dem Ergebnis sind.

 

Ziel war es, die Szenen verständlich und nachvollziehbar zu gestalten, sodass wir auch unseren Mitschülern etwas „mit auf den Weg“ geben können und diese nicht nur teilnahmslos zugucken müssen. Es soll in jeder Hinsicht alle Beteiligten bereichern. Dieses Ziel haben wir für unseren Teil erreicht. Wir konnten schon bei der Anfertigung des Drehbuches viele Situationen herausfiltern, die im Alltag immer wieder auftreten.

Jeder hat sich an Absprachen und Termine gehalten, denn Zuverlässigkeit war sehr wichtig für uns alle. Wir stellten außerdem fest, dass wir uns gegenseitig hervorragend ergänzten und im Stande waren, uns gegenseitig Hilfestellungen zu bieten.

Mit unseren abwechslungsreichen und themenorientierten Drehorten, welche mit sehr viel Engagement von einzelnen Gruppenmitgliedern und deren Bekannten bereit gestellt wurden sind, waren wir sehr zufrieden.

 

Ein wichtiger Punkt war zudem, dass wir seriös sowie professionell wirken und haben aus diesem Grund einen Kameramann (welcher sich in der Ausbildung zum Mediengestalter in dem Bereich für Bild und Ton befindet) sowie zwei zusätzliche, freiwillige Darsteller organisiert. Priorität war es, die Rollen individuell an die verschiedenen darzustellenden Charakter anzupassen und aufzuteilen. Auch hier ist es uns gelungen, dass nicht nur jeder in seiner Rolle aufging, sondern sich auch wirklich wohl fühlte und niemand etwas machen musste, was er nicht wollte oder sich selbst nicht zutraute. Hier sind wir zudem auf die Kommunikationsregel (welche auch in unserem Arbeitsfeld eine denkbar große Rolle einnehmen) "Störungen gehen vor!" eingegangen. Das bedeutet, wenn etwas unklar war oder ein Beteiligter Einverständnisprobleme hatte, war es vorrangig das vorliegende Problem zu beheben. An diese Regel wurden wir bewusst erinnert als wir an unserem Drehbuch noch Dinge verändern wollten, weil Unsicherheit herrschte, dazu aber später genaueres. Wir haben uns an diese Regel gehalten und sind somit auf die Konfliktlösungs-Methoden genauer eingegangen.

 

Die schon erwähnte bewusste Auswahl dieses Themas, hing nicht ausschließlich damit zusammen, dass wir nach wie vor der Meinung sind, man sollte gewisse Verhaltensregeln im Alltag kennen und beherzigen, sondern war es uns wichtig einen Berufsbezug herstellen zu können. Aus diesem Grunde haben wir nicht nur Alltagsituationen ausgewählt sondern haben auch Situationen aus dem Kaufmännischen Berufsleben miteingebracht.

Natürlich gab es auch an uns, unserer Arbeitsweise und dem Arbeitsauftrag Kritik, die wir nicht erst jetzt bei dem Schreiben des Reflexionsberichtes erkennen, verbalisieren und verschriftlichen mussten:

Zum Ersten schien die Zeitspanne des Projektes großzügig angelegt, jedoch mussten wir nach den ersten Drehtagen feststellen, dass die Zeit auf Hinsicht eines Filmdrehs, doch knapp bemessen war, da die Verfilmung mehr Zeit in Anspruch nahm als wir uns vorgestellt hatten. Weil wir uns für einen angehenden professionellen Kameramann entschieden hatten, und dieser außerschulisch auch andere kleinere Projekte annahm, war seine Zeit oftmals stark beschränkt und es war schwer Termine zu finden, an denen alle Zeit aufbringen konnten. Ein Lösungsvorschlag für dieses Problem wäre jemanden zu bitten diese Aufgabe zu übernehmen, der mobil ist, über genügend freie Zeit verfügt und eventuell nicht allzu Weit entfernt lebt.

Zudem kamen vor dem ersten Dreh Unsicherheiten im Bezug auf das bereits fertiggestellte Drehbuch auf, da wir uns nicht mehr schlüssig darüber waren, ob dies einerseits korrekt und andererseits konkret genug ist. Die Reflexion dessen hat uns wieder, für uns kostbare Zeit genommen.

Sollte in Zukunft eine solche Aufgabe an uns herangetragen werden, sollte man im gegebenen Fall, außerschulisch ein Treffen vereinbaren, bei dem ausschließlich über das Thema, den Inhalt und auch die Visualisierung diskutiert wird, um spontane und eventuell nicht gut durchdachte Veränderungen zu vermeiden.

 

Fazit:

Unser Fazit dieses Projektes ist, dass uns die Thematik und die Darstellung in vielerlei Hinsicht bereichert, gefördert und zugegebener Maßen auch gefordert hat. Wir hatten Freude an der Zusammenarbeit und empfanden die selbstständige Themenwahl, als etwas sehr wertvolles, um unseren eigenen Ideen und Vorstellungen Raum zu geben, zumal es wirklich interessant war, zu merken, welches Verhalten man alleine aus Gewohnheit zeigt und welches wirklich vorbildlich wäre. Dieses Projekt hat uns also nicht zur schulisch weitergebracht, sondern auch insofern unser gesamtes Verhalten, im Alltag sowie in der "Arbeitswelt", zu reflektieren.

Anmerkend möchten wir noch einmal erwähnen, dass wir auch den Reflexionsbericht für sehr sinnvoll empfunden haben, denn er hat uns geholfen, das Projekt noch einmal zu durchleben, den Sinn der gesamten Aufgabenstellung besser verstehen zu können, und bewusst aus unseren neu gewonnenen Erfahrungen zu lernen.

Ansprechpartner:
Herr Russ